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Zur Ausrüstung :

Wichtig : Hände weg von billig - noch harmlos, wenn man wegen eines gerissenen Gurtes umdrehen muß, u.U. lebensgefährlich wenn man sich vor allem als Anfänger im unbekannten Gelände verirrt, und der 3,95 € - Kompass dauernd was Anderes anzeigt, hängenbleibt oder sonstwas ...

Immer dabei : Erste Hilfe Ausrüstung ( incl. “Werkzeug” für die Zeckenentfernung ) : Mein Favorit sind kleine Erste Hilfe Ausrüstungen mit Schlaufen zur Befestigung am Gürtel. Tipp : Genau auf den Inhalt achten, evtl. nachrüsten - Ich habe solche Sets schon gesehen, mit verschiedenen Scheren und einer Auswahl an Sicherheitsklammern mit Riesenpinzetten und ein oder zwei Pflastern - teuer und sinnlos.
Es sollten zumindest drin sein : Pflasterband ( also zum selbst zurechtschneiden, Mullbinden, etwas zum Desinfizieren von Wunden, evtl. Schere ( aber wir haben ja ein gutes Messer mit dabei ) evtl. Druckverband. Zeckenschlinge o.ä. und wenn bekannt ist, daß der Hund an einer Allergie auf Insektengift leidet - mit dem Tierarzt reden, schildern was man vor hat und sich das entsprechende Mittel als kleine Menge mitgeben lassen - das Serum ist zwar bei Wärme verderblich ( zeigen lassen, wie und wo man eine Spritze setzt ), aber man benötigt ja nicht jeden Tag literweise davon und bevor der Hund mitten im Nirgenswo anschwillt wie ein Luftballon ...

Zur Kleidung :

Als Zwiebeltechnik bekannt und bewährt : Mehrere Lagen übereinander wärmen vor allem im Winter besser als nur ein oder zwei Kleidungsstücke - Baumwolle oder Kunstfaser ? Mittlerweile gibt es hervorragende Produkte aus Kunstfaser die Nässe abhalten, Schweiß nach außen transportieren und hervorragend “klimatisieren” ( Flecce etc ... )
Auf mein Baumwoll T - Shirt mag ich dennoch nicht verzichten.
Jacken und Westen gibt es wie Sand am Meer - auf hohe Qualität der “äußersten” Schicht sollte man nicht verzichten - sehr gute Erfahrungen hab ich unter anderem mit Sport Scheck ( Riesenauswahl ) gemacht, aber auch alle anderen namhaften Hersteller haben hochwertige Outdoor - Kleidung im Programm.

Passende Schuhe ( Stiefel ) : keine Supermarktware - diese hält auf Dauer der Belastung niemals stand - und eine schöne Tour abbrechen zu müssen, weil sich die verklebte Sohle ablöst ist doch sehr ärgerlich.
Hoch zu schnüren, deshalb den Knöchel gut stützen und wasserdicht ( zumindest abweisend ) sollte er sein, ein rutschfestes Profil haben und eine nicht zu harte Sohle ( meine Meinung ) wenn man felsiges Gelände vor sich hat.
Ich kann empfehlen : Trekkingstiefel eigentlich aller namhaften Hersteller - hier hilft nur anprobieren, bis man “seinen” Schuh gefunden hat und diesen einlaufen.

Halsband oder nicht ?

Ich benutze kein Halsband sondern ein spezielles Zuggeschirr ( siehe unten )
Nachteil beim Halsband : Schlüpft der Hund z.B. unter umgestürzten Bäumen durch kann es schon vorkommen, daß er mit dem Halsband an einem Ast hängenbleibt und sich im schlimmsten Fall stranguliert, weil er sich nicht befreien kann - bis man seinen Hund dann gefunden hat, kann schon eine gewisse Zeit vergehen - kein schönes Gefühl ...
Der Vorteil eines Geschirres ist, daß der Hund im Fall des Hängenbleibens an einem Gegenstand beweglich bleibt und man nicht um seine Gesundheit fürchten muß.

Booties ( Hundeschuhe ) : Die sogenannten Booties schützen die Pfoten unseres Hundes. Verletzungen können entstehen durch zum Beispiel eingetretene Dornen, gehen über scharfkantiges Geröll, aber auch durch Überbeanspruchung auf längeren Wegstrecken können wundgelaufene Ballen entstehen. Booties verwenden wir vorsorglich oder wenn Verletzungen festgestellt werden sollten, erfolgt die Erstversorgung und dann “Bootie drüber”. Auch hier : Finger weg von Supermarktware, evtl. auch noch mit glattem Besatz aus Kunstleder. Erstens hat der Hund keinen “Grip” auf dem Boden, und diese Hundeschuhe sind im Nu durchgescheuert. Empfehlenswert die Firma Ruffwear, oder beim Spezialausrüster :  http://www.manmat.at

Zuggeschirr :

Wasser : zwei bis drei Liter gehen an warmen Tagen bestimmt drauf, ich verwende normales Leitungswasser in Plastikflaschen abgefüllt ( wiegen wenig, wenn sie leer sind und lassen sich zur Not kleinpressen um Platz im Rucksack zu schaffen ).
Für den Hund gibt es Faltnäpfe oder mit Übung das Trinken aus der Flasche bzw. der hohlen Hand.

Nahrung : Ich bevorzuge für den Hund Trockenfleisch z.B. Hühnerhälse ( immer mal wieder einen  ) oder eine moderate Menge rohes Fleisch im Plastikbehälter als Zwischenmahlzeit für den Hund. Normalerweise überlebt ein Hund auch eine anstrengende Tagestour ohne Fressen - aber mit “Etwas” im Bauch lebt es sich auch nicht “schlecht” :-) WICHTIG : Wasser in ausreichender Menge - die Dehydrierung ( Austrocknung ) von Hund und Mensch ist nicht zu unterschätzen. Minimum 1-2 Liter, lieber mehr, aber abhängig von der geplanten Route - evtl. kann man unterwegs “nachtanken”.

Für uns Menschen gibt es getrocknete Früchte, Schokolade, Kekse für zwischendurch als Energiebringer - als Mahlzeit während der größer angelegten Pausen kann man sich in der Luxus Variante einen Gaskocher und Topf mitnehmen - Nudeln ins Wasser, etwas Fertigsauce dazu ...
der Fantasie sind fast keine Grenzen gesetzt, Hauptsache Energielieferant. Im Winter wird die Luxus Variante Gaskocher zum Standart, ein heisser Tee ist einfach was Feines .... ( Thermoskanne : jein, kann bei Stürzen im Inneren kaputtgehen und halten nicht auf Dauer wirklich heiss )

Handy : beruhigend wenn man es dabei hat - vor allem sollte man auf einen am Vorabend frisch geladenen Akku achten

GPS : wir sind jahrelang ohne GPS immer wieder gesund nach Hause gekommen - sich in Deutschland zu verlaufen ist fast unmöglich - selbst wenn man mal nicht den Ausgangspunkt wiederfindet, stößt man zumindest nach einigen Stunden auf Anzeichen von Zivilisation ( Kirchenglocken u.ä. Geräusche, Waldpfade führen immer irgendwo in die Zivilisation) und hat somit wieder Anschluß an den Rest der Menschheit. GPS erleichtert das Wiederfinden des Ausgangspunktes dagegen sehr - wenn es funktioniert . Fehlerquellen gibt es da einige : Batterien sind plötzlich leer, kalte Witterung ist ein Batteriefresser, die Bäume im Wald stehen zu dicht, also kein Signal ..., es ist zu stark bewölkt um ein Signal zu bekommen ..., das Gerät spinnt ..., etc ... Nach meiner und Anderer Erfahrung hat das Sich verlassen auf GPS den großen Nachteil, daß man verlernt oder gar nicht erst lernt, sich in der Natur an gegebenen Kennzeichen zu orientieren. Man läuft blind im Vertrauen auf die Technik, versagt diese, ist eine Notsituation da, die dann fatalerweise den Anfänger trifft und wirklich in eine vertrackte Situation bringen kann.
Der Umgang mit dem “altmodischen” Kompaß und Karte ist selbst für Anfänger leicht zu erlernen und gibt ein gutes Gefühl der Sicherheit.
Mit der Zeit entwickelt sich sowieso ein fast untrügerischer Orientierungssinn, indem man unterbewußt Naturmerkmale registriert und “auswertet”.
Als Fazit : GPS ist etwas für Menschen mit Outdoor - Erfahrung. Es ist interessant zu sehen, wo man genau gegangen ist, wie weit, wie hoch - interessante Orte, die nicht auf einer Karte zu finden sind markieren etc ... aber nicht unbedingt etwas für Anfänger

Kompaß : Inzwischen gibt es als Alternative zum herkömmlichen Kompaß Trekkinguhren mit eingebautem Kompaß. Nachteil : auch hier kann die Batterie versagen und um übersichtlich und exakt zu navigieren, legt man die Uhr möglichst eben auf die Karte - mit einem Armband, daß sich von selbst zurück verformt eine nette Geduldsprobe. es geht halt nix über den guten, alten Klassiker : Kompaß mit Nadel !

ISO Matte : es gibt gebrauchte Faltmatten aus alten Bundeswehrbeständen. Passen prima in einen Rucksack, sind billig und erfüllen den Zweck ein trockenes Hinterteil zu behalten wenn der Boden ringsum naß ist. Auch Hinlegen ist möglich und der Hund freut sich auch, wenn er nicht unbedingt auf Dornen ( im Wald ) oder scharfkantigen Felsen liegen muß. Die bessere Variante, vor allem, wenn man mit Zelt und Schlafsack in der freien Natur übernachten will, sind selbstaufblasende ISO Matten.

Taschenmesser : Ein wirklich Gutes sollte es sein. Wirklich gut heißt für mich, nicht am Geld zu sparen sondern ein stabiles Taschenmesser zu erstehen mit einer scharfen ( und auch scharf bleibenden ) hochwertigen Klinge aus rostfreiem Stahl, was gut in der Hand liegt mit feststehender Klinge ( arretierbar ) um gefahrlos ( für die Finger ) auch mal Äste durchtrennen zu können.

Stirnlampe : Sehr nützlich, wenn man von hereinbrechnder Dunkelheit überrascht werden sollte. Wiegt nicht viel - also dabei haben.

Ersatzschuhbänder : Sehr ärgerlich, wenn man mal die Schuhe nachbinden will und dann reißt ein Schnürsenkel ( natürlich kann man Schnürsenkel wieder verbinden - aber dann drückt womöglich der Knoten, oder sie reißen woanders gleich nochmal ... ) Also - mitnehmen !

Geeignetes Kartenmaterial : Es gibt für jede Region in Deutschland die entsprechenden Wanderkarten - am Vorabend studiert und eingeprägt kann man beruhigt losmarschieren. Ich kann die TOP 50 Kartenversionen auf CD empfehlen ( gibts z.B. günstig auf Ebay ) - man kann Ausdrucke in verschiedensten Versionen und Maßstäben ausdrucken - Routen einzeichnen etc ... Man muß keine Riesenkarte auseinanderfalten sondern hat “seine” Region auf einem Blatt dabei.
Spart Platz und Zeit ....

Streichhölzer / Feuerzeug : Immer dabei. Vom Regen eingeholt worden, haben wir schon manche Stunde als Höhlenmensch und - Hund zugebracht. Ein kleines knisterndes Feuer am Brennen - die Hände warm, die feuchte Kleidung dampfend.

Da sagt auch der Hund nicht Nein - wenn man sich am Feuer aneinanderkuschelt ...

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